Hot Stock der Wall Street: Viacom
Der MTV-Mutterkonzern Viacom kauft wie verrückt eigene Aktien zurück. Für Anleger empfiehlt sich, selbiges zu tun.
von Tim Schäfer, Euro am Sonntag
In den beiden vergangenen Geschäftsjahren gab das Medienkonglomerat Viacom 2,2 beziehungsweise 2,4 Milliarden Dollar dafür aus. Ich erlebte Vorstandschef Philippe Dauman in New York auf einer Investorenkonferenz. Dauman machte klar, dass er die bisherige Strategie fortsetzen möchte. „Wir haben im vergangenen Jahr 14 Prozent unseres Börsenwerts an die Aktionäre zurückgegeben“, sagte er mit Blick auf die Dividende und den Anteilserwerb. Die Dividendenrendite erreicht zwei Prozent. In Indien erwägt Dauman ein Joint Venture. Trotz der Krise in Spanien expandiert er unter Hochdruck mit seinen TV-Stationen, wozu die Sender Nickelodeon und Comedy Central zählen. In Asien sieht Dauman ebenfalls Expansionspotenzial. Wichtig sei, den Zuschauern kontinuierlich gute, wechselnde Inhalte zu bieten. Die Bilanz und die Kennziffern sind stark. Die operative Marge liegt bei 28 Prozent, die Eigenkapitalrendite bei 29 Prozent. Großaktionär ist der 89-jährige Sumner Redstone. Gut möglich, dass die Erben seines Aktienpakets einen Verkauf anstreben. Dann könnte den restlichen Aktionären eine Übernahmeprämie winken.
ISIN: US92553P2011
Kursziel: 36,00 Euro
Stopp: 50,00 Euro
Zum Autor Tim Schäfer ist Journalist und schreibt seit 1998 über Börse, Aktien und Unternehmen. Seit 2006 lebt der studierte Diplom-Betriebswirt und DVFA-Aktienanalyst in New York und berichtet von dort über die Geschehnisse an der Wall Street, unter anderem für Euro am Sonntag. Bekannt ist Schäfer für seine Berichterstattungen über kleine Nebenwerte.
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